Nach Debakel 2010: Viermaliger Weltmeister Italien will in Brasilien Wiedergutmachung

Der viermalige Weltmeister Italien gehört bei der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien wieder zum Kreis der Titelfavoriten. Bei den Titelquoten der Buchmacher liegt die Squadra Azzurra auf dem fünften Platz, hinter Brasilien, Deutschland, Argentinien und Spanien. Zum Spitzenquartett klafft zwar schon ein deutlicher Abstand, den Weltmeister von 2006 muss man aber immer auf der Rechnung haben.

Südafrika 2010: Italien scheitert als Gruppenletzter in Vorrunde

Die Italiener haben nach dem blamablen Vorrundenaus bei der letzten WM in Südafrika noch etwas gut zu machen. Damals gingen sie als Titelverteidiger an den Start, flogen aber als Gruppenletzter aus dem Turnier. Rein sportlich haben sie sich von diesem Desaster zwischenzeitlich wieder erholt, bei der EM 2012 stießen sie unter ihrem neuen Trainer Cesare Prandelli bis ins Finale vor, mussten sich dort aber den übermächtigen Spaniern geschlagen geben.

Mario Balotelli Euro 2012

Bild: Mario Balotelli bei der EURO 2014 im Finale gegen Spanien. Der Held des Halbfinales gegen Deutschland konnte im Endspiel gegen die übermächtigen Spanier bei der historischen 0:4 Pleite nichts ausrichten. Quelle: wikimedia.org

Seither hatte die Mannschaft praktisch alle festen Größen des Weltfußballs vor der Brust, konnte aber keines ihre Länderspiele gegen Frankreich, England, Brasilien, die Niederlande, Argentinien, Spanien und Deutschland gewinnen. Beim Confed-Cup 2013, der inoffiziellen Generalprobe für die WM in Brasilien, verlor sie in der Vorrunde mit 2:4 gegen den Gastgeber und schied im Halbfinale gegen Spanien aus. Aufgrund dieser Ergebnisse zählen die Italiener lediglich zum erweiterten Kreis der Titelfavoriten. Allerdings neigt die Squadra Azzurra dazu, Spiele außerhalb wichtiger Turniere auf die leichte Schulter zu nehmen, wenn es wirklich um etwas geht, kann sie immer noch eine Schippe drauflegen.

Kritiker halten italienische Mannschaft für überaltert

Der italienische Nationaltrainer Cesare Prandelli wird seit Jahren mit dem Vorwurf konfrontiert, seine Mannschaft sei überaltert und müsse dringend verjüngt werden. Diese Kritik ist nur zum Teil berechtigt, mit Andrea Pirlo (34), Gianluigi Buffon (35), Daniele de Rossi (30) und Giorgio Chiellini (29) sind tatsächlich einige Leistungsträger in die Jahre gekommen, auf der anderen Seite verfügt die Mannschaft aber auch über etliche junge Nachwuchskräfte wie Allessandro Florenzi Lorenzo Insigne und Stephan El Shaarawy. Darüber hinaus steht mit Marco Balotteli die personifizierte jugendliche Wildheit in den eigenen Reihen.

Bei der WM müssen die Italiener zunächst die Todesgruppe D gegen Uruguay, England und Costa Rica überleben, danach ist alles möglich. Prandellis größte Aufgabe wird es sein der Mannschaft den Schlendrian auszutreiben. In dieser Gruppenkonstellation muss sie sofort hellwach sein, sonst droht ein vorzeitiges K.o. wie in Südafrika. Gleich das erste Gruppenspiel gegen England (14. Juni in Manaus) wäre auch eines Halbfinales würdig gewesen. Das letzte Duell mit dem Three Lions ging verloren, trotzdem geht Italien als Favorit in sein erstes Gruppenspiel bei der WM 2014.

Die zweite Partie gegen Costa Rica (20. Juni in Recife) ist eine reine Pflichtübung, wer gegen Costa Rica Punkte liegen lässt, wird es in der Gruppe D ganz schwer haben. Die Entscheidung über den Aufstieg ins Achtelfinale dürfte erst am dritten Gruppenspieltag fallen. Dort geht es gegen Uruguay (24. Juni in Natal) einem der Geheimfavoriten dieser WM. Die Wettanbieter rechnen aufgrund des tropischen Klimas in Brasilien mit einem sehr starken Abschneiden südamerikanischer Mannschaft, davon könnten auch die Urus profitieren.

Italien Favorit in Vorrundengruppe C

Nichtsdestotrotz sind die Italiener auch in diesem Duell die Favoriten, sie werden nach Ansicht der Buchmacher die Gruppe D für sich entscheiden. Dann ginge es im Achtelfinale gegen den Zweiten der Gruppe C, wo Griechenland, Kolumbien, Japan und die Elfenbeinküste um die beiden Aufstiegsplätze kämpfen. Sollte Italien ins Viertelfinale einziehen, könnte es auf Topmannschaften wie Brasilien, Spanien oder die Niederlande treffen, im Halbfinale wäre ein erneutes Duell mit Deutschland möglich.

Deutsches WM Quartier “Campo Bahia” soll Ende April stehen

Knapp zweieinhalb Monate vor dem Start der Fußball-WM in Brasilien befindet sich das deutsche Quartier „Campo Bahia“ immer noch in der Bauphase. Ende April soll das 14.000 qm große Luxus-Ressort an der brasilianischen Nordostküste endlich stehen. Von dort sind die drei Austragungsorte der deutschen Gruppenspiele, Salvador de Bahia, Fortaleza und Recife in weniger als zwei Fahrstunden erreichbar. Die kurzen Anfahrtswege sind für die deutsche Elf sicher von Vorteil, schließlich herrscht in der Region ein tropisches Klima, während der WM sind Temperaturen um die 30 Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit zu erwarten.

Campobahia Map

Grafik oben: Deutschland wird während der Fußball WM 2014 im “Campo Bahia” Quartier beziehen. Die Anlage an der brasilianischen Nordostküste liegt in unmittelbarer Reichweite der Austragungsorte für die Spiele der Vorrunde. Bildquelle: campobahia.de

Gleich zu Beginn wartet mit Portugal der stärkste Gruppengegner

Was die Auslosung der Gruppengegner betrifft, kann sich die deutsche Mannschaft ebenfalls nicht beklagen. Mit Portugal, Ghana und den USA warten in der Gruppe G durchweg lösbare Aufgaben. Selbst vor WM-Mitfavorit Portugal muss sich die DFB-Elf nicht fürchten, schließlich hat sie noch nie gegen Christiano Ronaldo und Co verloren, seit 2006 zogen die Portugiesen bei großen Turnieren gleich dreimal in den Kürzeren. Insofern ist das Auftaktspiel gegen Portugal am 16. Juni in Salvador de Bahia durchaus als gutes Omen zu werten. Jogi Löw muss sich allerdings etwas einfallen lassen, um „CR7“ zu stoppen, der Superstar von Real Madrid spielt derzeit in der Form seines Lebens und kann an guten Tagen jede Hintermannschaft im Alleingang zerlegen.

Auch Ghana ist für die DFB-Elf ein alter Bekannter

Das zweite Gruppenspiel wird am 22. Juni in Fortaleza stattfinden. Gegner Ghana ist ein alter Bekannter, bereits bei der WM 2010 stand man sich in der Vorrunde gegenüber. Damals ging es um Alles oder Nichts und die DFB-Elf konnte sich dank eines Treffers von Mesut Özil mit 1:0 durchsetzen. 2010 war Ghanas Kevin-Prince Boateng der meistgehasste Spieler der deutschen Fans, mittlerweile ist sein Tritt gegen Michael Ballack vergessen und seit er bei Schalke spielt hat er viele Sympathien zurückgewonnen.

Ghana wird wieder ein gutes Kollektiv auf den Platz schicken und versuchen über den Kampf ins Spiel zu finden. Deutschland sollte mit seinen spielerischen Möglichkeiten aber keine Probleme haben die Partie zu gewinnen.

“Gipfeltreffen der Bundestrainer” im abschließenden Gruppenspiel

Das abschließende Gruppenspiel gegen die USA am 26. Juni in Recife steht unter ganz besonderen Vorzeichen. Zum ersten Mal seit der Heim-WM-2006 werden sich Jogi Löw und Jürgen Klinsmann als Trainer gegenüberstehen. Berti Vogts wird als frischgebackener Berater der Amerikaner das große „Gipfeltreffen der Bundestrainer“ komplettieren. Da stellt sich natürlich die Frage, ob die Amis aus dem Insiderwissen von Vogts und Klinsi einen Vorteil ziehen können. Eventuell müssen sich die Fans auf eine stark taktisch geprägte Partie einstellen. Wie schon gegen Ghana sollte sich aber am Ende die spielerische Qualität der DFB-Elf durchsetzen.

Fußball-Experten rechnen mit einem klaren Gruppensieg von Jogis Jungs, die damit im Achtelfinale auf den Zweiten der Gruppe H treffen würden. Dort kämpfen die Teams von Russland, Belgien, Algerien und Südkorea um die beiden Aufstiegsplätze. WM-Geheimfavorit Belgien dürfte sich hier vor Russland durchsetzen, damit käme es im Achtelfinale zu einem deutsch-russischen Duell. Sollte die deutsche Mannschaft das Viertelfinale erreichen, würde sie auf den Ersten der Gruppe E (Frankreich, Ecuador, Schweiz, Honduras) oder den Zweiten der Gruppe F (Argentinien, Bosnien-Herzegowina, Iran, Nigeria) treffen. Ein Kräftemessen mit der Equipe Tricolore ist also durchaus wahrscheinlich. Ein Duell mit Argentinien wäre ebenfalls möglich, aber nur wenn die Gauchos wider Erwarten den Sieg in der Gruppe F verfehlen. Mehr zu diesem Szenario und allen anderen wahrscheinlichen oder weniger wahrscheinlichen Varianten des Turnierverlaufs findet man z.B. hier.

Kommt es im Halbfinale neuerlich zum Duell mit Angstgegner Italien?

Frühestens in der Vorschlussrunde könnte die DFB-Elf auf Gastgeber Brasilien, Angstgegner Italien oder Titelverteidiger Spanien treffen. Alles in allem eine günstige Auslosung, dem Vorstoß ins Halbfinale sollte nichts im Wege stehen, mit etwas Glück könnte Deutschland auch nach der WM-Krone greifen.

DFB-Team: ein neues Outfit für die WM 2014

Unsere Nationalmannschaft wird Deutschland zur WM 2014 in Brasilien wieder würdig vertreten. Wer mit zur WM fahren darf, das legt Bundestrainer Joachim Löw bis zum achten Mai fest. 25 bis 28 Spieler fahren mit ins Trainingslager nach Südtirol. Dort werden die endgültigen 23 WM-Spieler ermittelt.

Ein neues Heimtrikot für die WM
Das neue Heimtrikot der DFB Nationalelf ist traditionell weiß. Das auffälligste Merkmal ist ein Steifen in drei verschiedenen Rottönen. Er verläuft quer über den Brustbereich und lehnt sich in der Form an ein großes “V” an. Auf der linken Brustseite setzt sich in weißer Schrift das Adidas Logo ab. Rechts wird der rote Streifen durch das DFB Emblem, einschließlich der drei Sterne, unterbrochen. Der Saum der kurzen Ärmel ist rot und schwarz. Von den Schultern laufen drei schwarze Adidas Streifen den halben Ärmel hinunter. Der Schriftzug “Deutsche Nationalmannschaft” ziert in Schreibschrift den oberen Rücken. Darunter wird die Spielernummer angebracht. Der V-Ausschnitt ist schwarz abgesetzt.

Wie sieht das neue Auswärtstrikot 2014 aus?
Das Auswärtstrikot für die WM 2014 besteht aus roten und schwarzen Blockstreifen. Die kurzen Ärmel sind schwarz. Das Trikot hat die Form eines Poloshirts mit zwei Knöpfen, jedoch ohne Kragen. Auf der linken Brust prangt das Adidas Emblem. Die rechte Brust ziert das DFB Logo mit den drei Sternen. Über die Schultern laufen die Adidas Streifen in weiß und schwarz. Das Auswärtstrikot kommt dann zum Einsatz, wenn der Gegner ebenfalls ein weißes oder ein sehr helles Trikot trägt.

Deutschland Trikot auswärts

Bild: das neue Auswärts-Trikot der deutschen Mannschaft (schwarz-rot) kam erstmals beim freundschaftlichen Länderspiel im März 2014 in Stuttgart gegen Chile zum Einsatz. Bildquelle: wm-2014.net

Mehr Komfort für Damen
Die Damenversion des neuen DFB Heimtrikots hat einen größeren Ausschnitt als das Trikot für Herren. Kinder tragen das gleiche Trikot wie die Mitglieder der Nationalelf. Das Trikot fällt nur kleiner aus.

Bringt das neue Trikot den Sieg?
Die neuen Trikots wirken zeitgemäß und energiegeladen. Weiß und Schwarz sind die traditionellen Farben der Nationalmannschaft. Rot vermittelt eine Spur von Aggressivität. Mit einem grünen Auswärtstrikot wurde Deutschland jedoch Weltmeister oder Europameister. Wird es diesmal in Rot und Schwarz klappen?

Bisherige Outfits der Nationalelf
Das Heimtrikot der deutschen Nationalelf ist schon immer weiß. Zur WM 2010 war es ganz weiß. Emblem und Adidas Streifen waren schwarz abgesetzt. 2006 überraschte das Heimtrikot mit schwarz-rot- gelben Rallyes Streifen an der Seite. Zur WM 2002 trat die deutsche Mannschaft in einem schnörkellosen weißem Trikot mit schwarzen Emblemen an. 1998, 1994 und 1990 zierten die Farben der deutschen Flagge den Brustbereich mit Streifen oder Kästchen. 1986 wurde nur der Halsbereich von den Farben der deutschen Flagge eingefasst. Seit 2006 ist das Auswärtstrikot rot und schwarz. Einmal dominiert die Farbe Schwarz, ein anderes Mal die Farbe Rot. In den Jahren zuvor war das Auswärtstrikot entweder Grün (2012, 1986), Grün und Weiß 1990, Grünblau (1994) und (1998) oder hellgrau und dunkelgrau gestreift (2002).

Deutschlands WM-Gruppe nur Pflichtprogramm auf dem Weg zum Titel?

Am 16. Juni ist es soweit und am fünften Tag der WM 2014 wird das Fußballfieber auch in Deutschland seinen ersten Höhepunkt erreichen. Dann bestreiten die DFB-Kicker in der Küstenstadt Salvador ihr erstes Match gegen Portugal. Spiele gegen Ghana und gegen Jürgen Klinsmanns US-Boys bilden später den Abschluss der Gruppenphase. Wie bei allen großen Turnieren der vergangenen Jahre zählt Deutschland wieder zum engen Favoritenkreis und wird auch in der Gruppe G als Sieganwärter vor den Portugiesen gehandelt. An ein Ausscheiden mag niemand glauben, denn endlich soll wieder ein Titel nach Hause geholt werden und dafür ist das Erreichen des Achtelfinals nur der erste Schritt. Dabei ist auch ein Stolpern nicht auszuschließen, denn die WM-Gruppe G ist keinesfalls ein Selbstläufer.

Zu Beginn wartet der größte Brocken

Beim ersten Gegner Portugal steht vor allem Cristiano Ronaldo im Blickpunkt. Der amtierende Weltfußballer kann mit seinen Aktionen in jedem Spiel den entscheidenden Ausschlag geben und ist an guten Tagen selbst von einem ganzen Defensivverbund nicht auszuschalten. Andererseits blieb Ronaldo in einigen großen Matches häufig blass und wurde seinem Ruf nicht annähernd gerecht. Neben ihm stehen weitere Edel-Kicker wie Postiga, Coentrao oder Pepe im Team, weshalb es am 16.06. nicht einfach nur gegen Ronaldo zu bestehen gilt.

Deutlich leichter sollte das Match gegen Ghana am 21.06. werden, wenn es in Fortaleza wohl zum Duell der beiden Boateng-Brüder kommt. Der Schalker Kevin-Prince Boateng ist einer der Leistungsträger auf Seiten der Ghanaer, die beim letzten Afrika-Cup nur den vierten Platz belegen konnten und unter normalen Vorzeichen keine ernste Gefahr darstellen.

Deutschland gegen Ghana WM Quoten

Grafik oben: die Wettquoten für das zweite Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Ghana. Zumindest die Wettanbieter rechnen mit einer klaren Angelegenheit für das DFB-Team, Ghana gilt bei den WM Quoten lediglich als krasser Außenseiter. Die Grafik stammt von der Seite wm-quoten-2014.com

Am 26.06. in Recife trifft Jogi Löw dann auf seinen einstigen Chef Klinsmann, der seit 2011 die USA coacht und jüngst den letzten deutschen Titel-Trainer Berti Vogts in seinen Beraterstab berief. Mit dem Gewinn des CONCACAF Gold Cups haben die Amerikaner 2013 einen Achtungserfolg gelandet. Auch ein Sieg gegen Italien sowie eine deutsche B-Elf stehen bei den USA auf der Habenseite und lassen zum Gruppenabschluss keinen Spaziergang erwarten.

Recife, Spielort WM Vorrunde Deutschland - USA

Schöner Ausblick: die brasilianische Küstenstadt Recife gibt am 26. Juni 2014 den Austragungsort für das letzte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Jürgen Klinsmann und die USA. Quelle: wikimedia

Team Deutschland – einige Fragen offen

Die deutsche Nationalelf ließ spielerisch zuletzt einige Frage offen und kurz vor der WM drücken zudem Personalsorgen. Vor allem an etatmäßigen Stürmern hapert es und in der Defensive zeigte sich die Mannschaft jüngst oftmals anfällig. Der Auftakt gegen Portugal ist sicherlich bereits das Spiel um den Gruppensieg, aber eine Niederlage gegen Ronaldo und Kollegen könnte die deutsche Mannschaft auch ins Wanken bringen und das USA-Match zur Nervenprobe machen.

Die Top Anwärter auf den WM 2014 Titel nach der Auslosung

In Rund 130 Tagen, am 12. Juni, erschallt in der Arena de Sao Paulo der Anpfiff zur Fußball Weltmeisterschaft 2014. Das Eröffnungsspiel bestreiten Brasilien und Gruppenkonkurrent Kroatien. Während der Gastgeber traditionell das Turnier eröffnet, stehen Gruppen und Gruppenspielplan erst seit der Auslosung am 6. Dezember im brasilianischen Costa do Sauipe fest.

Die 32 für den Bewerb qualifizierten Mannschaften, darunter 13 aus Europa, 6 aus Südamerika, 5 aus Afrika, 4 aus Nord- und Mittelamerika und 4 aus Asien, wurden acht Gruppen zugeteilt. Deutschland findet sich gemeinsam mit Portugal, Ghana und den USA in Gruppe G wieder – ein Ergebnis, das in Deutschland von Presse, Sportlern und Funktionären mit gemischten Gefühlen aufgenommen wurde.

Für die einen ist es die „Todesgruppe“, für andere eine leichte Aufgabe. Für die Wettanbieter aber steht fest, dass die deutsche Auswahl den Aufstieg in die Finalrunden schafft (Quote Gruppensieg bei 1,50). Der Blick in die Wettbücher zeigt, dass die deutsche Nationalmannschaft in all ihren Gruppenspielen als Favorit gehandelt wird. Auch die Aussichten auf den Gesamtsieg stehen gut:

Die WM-Teilnehmer mit den besten Aussichten auf den Titel

Rekordweltmeister Brasilien, das in der Vorrunde auf Kroatien, Mexiko und Kamerun trifft, ist, mit einer Siegquote von 4,50, der Turnierfavorit der Buchmacher. Als aussichtsreiche Herausforderer werden Deutschland (5,50), Argentinien (6,50) und Weltmeister Spanien (7,00) gehandelt. Alle drei konnten bereits in der Vergangenheit den begehrten Titel für sich gewinnen.

WM 2014 Favoriten

Die Grafik oben zeigt die Top Favoriten der Fußball WM 2014 aus Sicht der bekannten Wettanbieter. Neben Veranstalter Brasilien zählen auch die Mannschaften von Deutschland, Argentinien und Spanien zu den heißesten Anwärtern auf dem Weltmeister-Titel. Bildquelle: wm2014.de

Von den genannten Mannschaften hat die Furia Roja mit Sicherheit die schwersten Gruppengegner zugelost bekommen, die Qualifikation für das Achtelfinale wird folglich nicht ohne besonderes sportliches Engagement gelingen. In Gruppe B finden sich neben den Iberern der Vizeweltmeister der WM 2010, die Oranjes aus den Niederlanden, die chilenische Nationalmannschaft sowie Außenseiter Australien. Das von besonderer Härte (13 gelbe und 1 gelb-rote Karte) geprägte Finale der WM 2010 in Südafrika konnten die Spanier erst in der Verlängerung, ganz knapp mit 1:0, gewinnen.

Mit zwei Weltmeistertiteln ist die argentinische Nationalmannschaft eine der erfolgreichsten der Welt. Auch im Kontinentalpokal der CONMEBOL, der Copa Américana, sind die Südamerikaner stets sehr erfolgreich vertreten. Bei der Auslosung der WM-Gruppen war dem Team zudem die Glücksfee hold: gegen die, erstmalig für eine Fußball Weltmeisterschaft qualifizierte, bosnische Nationalmannschaft, den Afrikanern aus Nigeria und dem Iran sind die Weiß-Himmelblauen der klare Gruppenfavorit.

Die weiteren aussichtsreichen Kandidaten auf den WM-Titel stammen allesamt aus Europa: Italien, Holland, Frankreich, England, Portugal und Belgien reisen mit reellen Chancen zum Turnier an. Die Bleus und die Three Lions haben bereits jeweils einen Weltmeistertitel auf dem Konto.

Status WM Qualifikation – das Teilnehmerfeld für 2014 wird langsam komplett

Neben dem fix qualifizierten Veranstalter Brasilien haben sich aus Europa bereits neun Mannschaften für die WM-Endrunde 2014 qualifiziert. Die favorisierten Teams aus Belgien, Italien, Deutschland, Spanien, England und den Niederlanden konnten sich in ihren Gruppen ohne Niederlage durchsetzen.

In der eher einfachen Gruppe E behielt die Schweiz klar die Oberhand. Russland und Bosnien mussten bis zum Schluss um den Gruppensieg zittern, konnten sich aber am letzten Spieltag qualifizieren. Somit müssen namhafte Nationen wie Frankreich oder Portugal noch durch die Mühlen der Relegation.

WM Playoffs

Die letzten vier europäischen Tickets zur Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien werden in den Relegationsspielen der besten Gruppenzweiten vergeben. Mit Frankreich gegen Ukraine und Portugal gegen Schweden kam es bei der Auslosung zu zwei sehr brisanten Duellen – schließlich droht den Superstars wie Christiano Ronaldo, Franck Ribery oder Zlatan Ibrahimovic das vorzeitige WM-Aus.

Dänemark ist als schlechtester Gruppenzweiter nicht für die Mitte November statt findenden Play Off Spiele qualifiziert. Glaubt man den Experten, so ist die Partie zwischen der Ukraine und Frankreich die wohl brisanteste Paarung, schließlich droht eine Nichtteilnahme von Weltfußballer Franck Ribery an der Weltmeisterschaft 2014. Kroatien ist gegen Island genauso Favorit, wie Portugal gegen Schweden. Bei dem Spiel Griechenland gegen Rumänien sehen die Fachleute einen leichten Vorteil bei den Griechen.

Play Offs um die letzten Tickets

Anders als in Europa müssen sich in Afrika alle Gruppensieger einer Relegation stellen, um eines der fünf begehrten Tickets nach Brasilien zu ergattern. Die Entscheidung darüber fällt ebenfalls noch im November. Aus der Asien- Gruppe konnten sich bis dato Australien, Iran, Japan und Südkorea fix qualifizieren. Jordanien spielt gegen Uruguay, den Fünften aus Südamerika um einen WM Startplatz. Dort haben sich neben Argentinien und Kolumbien noch Chile und Ecuador durchgesetzt.

In Nord- und Mittelamerika konnten sich die USA, Costa Rica und Honduras einen WM- Startplatz sichern. Die stärker eingeschätzten Mexikaner müssen nun gegen Neuseeland, den Sieger aus der Ozeanien- Gruppe, die Teilnahme fixieren. Eine Auflistung aller fixen WM-Teilnehmer und den Stand in der jeweiligen Qualifikation beziehungsweise Relegation findet man auf www.wm2014.com

Das Los entscheidet am 6. Dezember

Die Auslosung für die Weltmeisterschaft 2014 findet am 6. Dezember in Costa do Sauipe (Brasilien) statt. Zu den Favoriten auf den WM- Titel zählen auch diesmal altbekannte Fußballgrößen wie Deutschland, Italien und Argentinien. Gespannt darf man jedenfalls auch auf den Titelverteidiger aus Spanien und die Hausherren aus Brasilien sein, die zuletzt 2002 den Titel holten. Geht es nach den Buchmachern wird der Gastgeber auch Weltmeister, zumindest führen die Brasilianer die Favoritenlisten aller bekannten Wettanbieter mehr oder weniger deutlich an.

Spanien ist nicht mehr Top Favorit bei der WM 2014

Nachdem der Confed Cup 2013 mittlerweile Geschichte ist, läuft bereits der Countdown auf die langersehnte 20. Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. In weniger als einem Jahr wird das größte Land Südamerikas nach 1950 zum zweiten Mal, das weltweit wichtigste Fußballereignis veranstalten. Vom Eröffnungsspiel der brasilianischen Heimmannschaft am 12. Juni, bis zum Finale am 13. Juli werden sich die Blicke sämtlicher Fußballfans rund um den Globus gebannt nach Brasilien richten.

Brasilien „kann“ WM!

Einen guten Monat lang werden Fans von sämtlichen Kontinenten aus in die Ausrichterstädte pilgern, um unter dem Samba-Motto „All in one rhythm“ ein riesiges Fußballfest zu feiern. Spätestens dann wird auch das WM-Maskottchen „Fuleco“ als gepanzertes brasilianisches Gürteltier, vor allem die Herzen der jungen Fußballfans im Nu erobern.

Dass die Einwohner am Zuckerhut nicht nur feiern und Fußball spielen können, haben sie – trotz vernichtender Kritik im Vorfeld – unlängst mit der fast reibungslosen Ausrichtung des Konföderationen-Pokals bewiesen. Aufgrund vieler innenpolitischer Probleme kam es dabei zwar zu vereinzelten Demonstrationen, doch haben diese die Geschehnisse rund um die Stadien nur marginal tangiert.

Brasilia Arena 2013

Zumindest ein Teil der WM Stadien ist schon bereit für das große Ereignis 2014. Die Abbildung zeigt die neue Brasilia Arena, welche die Generalprobe im Confed Cup 2013 mit Auszeichnung bestanden hat!

Wer bereits den Confed Cup am TV-Bildschirm verfolgt hat, dem wird aufgefallen sein, dass die Spiele immer zwischen 18- und 0 Uhr mitteleuropäischer Zeit angepfiffen worden sind. Dies wird auch bei der WM im nächsten Jahr der Fall sein. So kann festgehalten werden, dass das Turnier auch in heimischen Gefilden zu akzeptablen Zeiten mit verfolgt werden kann. Im Gegensatz zum Weltturnier 2002 in Japan und Südkorea, als die Begegnungen am Vormittag übertragen wurden, sind die Anstoßzeiten auf dem südamerikanischen Kontinent sogar schon fast komfortabel. Sie fallen in den wohlverdienten Feierabend der meisten Berufstätigen und auch Schulkinder haben die Möglichkeit zumindest die 18 Uhr-Spiele „Live“ mit zu verfolgen.

Spanien sitzt nicht mehr auf dem Sockel

In sportlicher Hinsicht sieht alles danach aus, dass der Kampf Weltmeisterschaft 2014 weitaus spannender wird als noch 2010 in Südafrika. War die Fußball-Weltmacht Spanien der Konkurrenz damals noch eine deutlich sichtbare Nasenlänge voraus, so kann sich der Favoritenkreis im nächsten Jahr aller Voraussicht nach wieder auf Augenhöhe begegnen. Jüngst hat das Confed Cup-Finale zwischen den iberischen Weltmeistern und Gastgeber Brasilien gezeigt, dass vor allem mit der Selecao wieder zu rechnen ist.

Nach einem Umbruch, der auch vor den mit Erfolgen gesättigten Alststars wie Ronaldinho, Kaka und & Co. nicht halt machte, verzauberten die neuen Sterne am brasilianischen Fußballhimmel Neymar, Oscar und Paulinho die Fußballwelt. Mit ihren nahezu exorbitanten Ballkünsten lehrten sie selbst der spanischen „Furja Roja“ im Endspiel von Rio das Fürchten. Das deutliche 3:0 über den amtierenden Welt- und Europameister schlug in der Fußballwelt jedenfalls ein wie eine Bombe.

Deutschland unter den Top Favoriten der Buchmacher

Ebenso zu den absoluten Topfavoriten zählt das deutsche Team von Trainer Jogi Löw. Mittlerweile auf Rang zwei der FIFA-Weltrangliste geklettert, werden die bei Turnieren allzeit gefürchteten „deutschen Panzer“ auch 2014 ihr letztes Hemd dafür geben, endlich den WM-Pokal in die Höhe stemmen zu dürfen. Der Champions League-Sieg des FC Bayern München hat zudem gezeigt, dass die deutschen Führungsspieler Lahm und Schweinsteiger jetzt die fußballerische Reife haben, um nach den Sternen zu greifen.

Wettquoten Weltmeister 2014

Wie auf der Abbildung oben (Ausschnitt stammt von hier) zu sehen ist, zählt die deutsche Mannschaft bei der WM 2014 zum Kreis der Top Favoriten. Brasilien ist die Nummer eins der Wettanbieter, dahinter rangieren fast auf gleichem Quoten-Niveau die Teams von Spanien, Argentinien und Deutschland.

Italien und andere Fußball-Großmächte

Jederzeit zu rechnen ist auch mit den Italienern. Die WM 2006 in Deutschland hat einmal mehr bewiesen, dass die „Squadra Azzurra“ sich mit zunehmendem Turnierverlauf steigern kann wie keine zweite Truppe. Diese mentale Stärke, gepaart mit der italienischen Spezialität einer bombensicheren Defensive macht das Team von Cesare Prandelli ein weiteres Mal zum heißen Titelkandidaten.

Neben den oben bereits erwähnten Mannschaften, zählen natürlich auch andere Fußball-Großmächte wie Argentinien, Holland, England, Frankreich und Portugal zum engsten Favoritenkreis. Nicht zuletzt sollten auch die Underdogs bei einer WM nie abgeschrieben werden. Südkorea hat 2002-, genauso wie die Kroaten 1998 vorgemacht, dass die oftmals unterschätzten „Kleinen“ in einem funktionierenden Kollektiv jeden Gegner schlagen können.

Asiatische Teams und Australien haben bereits Ticket zur WM

Für die Titelkämpfe rund um den Zuckerhut bereits qualifiziert sind die asiatischen Teams aus Japan und Südkorea sowie erstmals seit 2006, auch wieder der Iran. Außerdem haben auch die „Socceroos“ aus Australien ihr Ticket nach Brasilien bereits in der Tasche. Als Gastgeber hat zu guter Letzt natürlich auch Brasilien die WM-Fahrkarte längst in der Tasche.

In allen anderen Kontinentalverbanden beginnt im Herbst die heißeste Phase der WM-Qualifikation. Dann werden die Teams in den letzten Gruppen- und Qualifikationsspielen alles dafür tun, um noch auf den Übersee-Zug Richtung Brasilien aufspringen zu dürfen. Denn eine WM, ist nach alter Fußballweisheit, für jeden Spieler bekanntlich das Größte.

Nach dem Confed Cup ist vor der WM: Brasilien 2014 rückt immer näher!

Viele Jahrzehnte musste sich Südamerika gedulden, bis es den ganz großen Fußball wieder einmal unmittelbar vor der eigenen Haustür zu sehen bekommt: 36 Jahre nachdem die Argentinier das Heim-Turnier für ihren ersten Titel zu nutzen wussten, macht sich nun der benachbarte Fußball-Riese aus Brasilien für den Empfang der weltweit besten Kicker bereit. Der diesjährige Confed-Cup hat jedoch vor allem auch die Vorfreude bei den demnächst gastierenden Mannschaften geweckt: Auf die Gastgeber kommt dagegen noch einiges an Arbeit zu, bis man sich dann auch am Zuckerhut ganz vorbehaltlos auf das erhoffte Sommermärchen freuen kann.

Der Confed Cup entwächst den Kinderschuhen

Zum größten Gewinner der WM-Generalprobe ist zunächst jedoch einmal der FIFA-Konföderationen-Pokal selbst zu küren. Haftete dem Confed Cup in der Vergangenheit stets der Ruf einer gleichermaßen lästigen wie überflüssigen Pflichtveranstaltung an, ist er nunmehr auf dem besten Wege, sich einen unverzichtbaren Platz im Terminkalender der kontinentalen Siegermannschaften zu verdienen. Neben der zumeist stimmungsvollen Kulisse, haben vor allem die Partien Lust auf eine Neuauflage im Jahr 2017 gemacht – abgesehen von den hochklassigen Aufeinandertreffen der hochdekortierten Favoriten, trug dabei auch das hoffnungslos unterlegene Tahiti seinen Anteil dazu bei, dass das Turnier seinen unverwechselbaren Charme erhielt.

Maracana Stadion

Das Maracana Stadion nach dem Umbau im April 2013 – bereit für den Confed Cup 2013 sowie die Fußball WM 2014 – Quelle: wikimedia.org

Während sich der Ozeanienmeister jedoch erwartungsgemäß als dankbarer Punktelieferant erwies, nutzten die Spitzenmannschaften die selten gute Möglichkeit, sich unter Wettkampfbedingungen über ihren tatsächlichen Leistungsstand zu vergewissern: Das Ausbleiben von größeren Sensationen ließ dabei erkennen, dass die WM-Vorbereitung bei den großen Titelkandidaten längst im fortgeschrittenen Stadium angekommen ist. Mit Brasilien, Spanien, Italien und Uruguay stieß exakt jenes Quartett in die Vorschlussrunde vor, das von den Kennern bereits vor dem Turnierbeginn im Vorteil gesehen worden war: Die in den direkten Duellen immer wieder zu konstatierende Leistungsdichte kündigt dabei auch für die nächstjährige Weltmeisterschaft eine äußerst dramatische Millimeterentscheidung an.

Brasilien setzt sich unter Druck

Wenn sich im Sommer 2014 dann zudem auch noch so prominente Namen wie Deutschland, Argentinien und Holland mit aussichtsreichen Chancen um den WM-Titel bewerben, muss der Kampf um die spanische Nachfolge somit als völlig offen erscheinen; lediglich für die Gastgeber ist derzeit gesetzt, dass es in dem sich ankündigenden Heimspiel eigentlich nur einen Sieger geben kann. Haben die brasilianischen Fans ohnehin schon von jeher einen Großteil sämtlicher Hoffnungen und Wünsche auf ihre Selecao projiziert, wird der kommende Sommer nun erst recht ganz im Zeichen des sechsten WM-Erfolges stehen – der Confed Cup bot der Mannschaft nur einen sehr kleinen Vorgeschmack darauf, welcher Erwartungsdruck schon bald auf den eigenen Schultern lasten wird.

Dass sich Elf von Felipe Scolari in den vergangenen Tagen teils in deutlich verbesserter Verfassung präsentierte, könnte Neymar & Co in einigen Monaten sogar zum Nachteil gereichen, schließlich ist die eigene Anhängerschaft nun erst recht vom Gelingen der weltmeisterlichen Mission überzeugt. Beobachtern mit etwas objektiverer Brille konnten dagegen auch beim Confed Cup nicht die gelegentlichen Probleme bei der Spielgestaltung entgehen: Insbesondere in den knappen Matches schien das unbedingte Siegen-Müssen ein gewaltiger Hemmschuh gewesen zu sein.

Sollte sich das junge brasilianische Ensemble an der Herausforderung seines Lebens die Finger verbrennen, könnte dann gut und gerne ein benachbartes Land von der nationalen „Katastrophe“ profitieren. Selbst wenn in Europa bisweilen der etwas hochklassigere Ball vermutet wird, dürften die kontinentalen Gegebenheiten doch eine besondere Trumpfkarte für die Teams des CONMEBOL zu sein. Nicht von ungefähr ist bei den vier bisherigen Weltmeisterschaften in Südamerika noch nie einem europäischen Vertreter der große Wurf geglückt: Beim Konföderationen-Turnier taten sich nun namentlich die Italiener – den zumeist moderaten Temperaturen zum Trotz – mit der hohen Luftfeuchtigkeit schwer.

Viele Stadien sind bereit – die Anhänger noch nicht

Jenseits des sportlichen Schlagabtauschs hat der Confed Cup natürlich auch ein wenig Klarheit über den Stand der sonstigen WM-Vorbereitungen gebracht: Infrastrukturell scheint Brasilien für die Weltmeisterschaft deutlich besser gerüstet zu sein, als dies angesichts der regelmäßig verlautbarten Horror-Meldungen der vergangenen Monate über chaotische Zustände auf den Baustellen zu befürchten gewesen war. Auch wenn natürlich noch allerorten geschraubt und gewerkelt wird, fand der Confed Cup doch bereits in feierlich herausgeputzten Schmuckkästchen statt – nun stehen die Organisatoren lediglich noch in der Pflicht, einen großen Teil der eigenen Landsleute von den Vorzügen des geplante Sommerfestes zu überzeugen.

Für viele Außenstehende kam es ziemlich überraschend, dass große Massenproteste die Schlagzeilen des Mini-Turniers bestimmten: Immerhin wird den fußballverrückten Brasilianern hierzulande gerne unterstellt, dass diese für eine gelungene Weltmeisterschaft so manche Zumutung klaglos auf sich nehmen. Die lautstarken Unmutsbekundungen haben nun unmissverständlich deutlich gemacht, dass sich das Giganten-Projekt Weltmeisterschaft nicht gegen die schwächeren Mitglieder der Gesellschaft richten darf. Da sich die Wut darüber bereits beim Confed Cup entlud, bleiben den Verantwortlichen nun noch knappe elf Monate, um so manchen Fehlentwicklungen doch noch beherzt entgegenzutreten.