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WM 1954 in der Schweiz
Die
fünfte Fußballweltmeisterschaft fand in der Schweiz statt und verzeichnete den
neuen Rekord von 44 Meldungen zur Teilnahme. Der ganz große Favorit dieser WM
war ohne Zweifel der Olympiasieger von 1952 - Ungarn, dessen seit Jahren
ungeschlagene Mannschaft längst mit der Uruguays der zwanziger oder der von
Österreich der frühen dreißiger Jahre verglichen wurde.
Es war die ungarische
Mannschaft, der es 1953 zum ersten Mal gelungen war, eine englische Nationalelf
auf eigenem Boden, in Wembley, 6:3 zu besiegen. In der Vorrunde der Gruppe 2
verlor Deutschland mit der 'zweiten Garnitur' gegen die Ungarn mit 3:8.
Österreich wandelte im Viertelfinale in nur neun Minuten einen 0:3-Rückstand
gegen die Schweiz in eine 5:3-Führung um.
Im
Halbfinale mussten sich die Österreicher gegen Deutschland mit 1:6 geschlagen
geben. Ungarn besiegte den Weltmeister Uruguay 4:2 erst nach Verlängerung, im
Finale jedoch verlor Ungarn gegen Deutschland völlig unerwartet 2:3! Deutschland
war damit erstmals Weltmeister, Österreich gewann das Spiel gegen Uruguay um den
dritten Platz 3:1.
WM 1958 in Schweden
Die
sechste, mit 52 Meldungen wiederum einen neuen Rekord erzielende
Fußballweltmeisterschaft wurde in Schweden ausgetragen. Schon in der Vorrunde
zeigte Brasilien eindrucksvoll nach Siegen gegen die UDSSR und Österreich wo es
langgeht. Deutschland als Titelverteidiger spielte nur zweimal Unentschieden und
gewann gegen Argentinien, wurde aber trotzdem Gruppenerster. Im Halbfinale
spielte Brasilien gegen Frankreich 5:2 und Schweden gegen Deutschland 3:1, im
Spiel um den dritten Platz gewann Frankreich gegen Deutschland 6:3. Das Finale
Brasilien gegen Schweden 5:2 zeigte ein letztes Mal, daß die Brasilianer (mit
dabei der mit nur 17 Jahren bis heute jüngste Weltmeister Pele) bei dieser WM so
überzeugend wie keine andere Mannschaft zuvor spielten und den Titel verdienten.
WM 1962 in Chile
Zum
dritten Mal wurde eine Fußballweltmeisterschaft - die siebente insgesamt - auf
dem südamerikanischen Kontinent, in Chile ausgetragen. Nachdem 1960 das
schwerste Erdbeben in der Geschichte Chiles den gesamten Süden des Landes
zerstört hatte, dachte man daran, doch noch nach Europa auszuweichen. Doch die
Chilenen wollten davon nichts wissen und machten sich an die Arbeit das
Fußballereignis glanzvoll in Szene zu setzen. Vielleicht gerade aus Solidarität
mit dem schwer geprüften Chile meldeten sich, allen Vorbehalten diesem durch
Naturgewalten immer wieder heimgesuchten Land zum Trotz, 56 Fußballverbände zur
Teilnahme an.
Die
gesamte Weltmeisterschaft zeichnete sich vor allem durch zu defensives Spiel, zu
wenig Tore und leider durch ein Übermaß an Brutalitäten (mit dem traurigen
Höhepunkt bereits in der Vorrunde beim Spiel Chile gegen Italien) gepaart mit
den schlechtesten Schiedsrichtern aller WM- Turniere aus. Im Semifinale spielte
Brasilien gegen Chile 4:2 und die CSSR gegen Jugoslawien 3:1, zumindest den
dritten Platz sicherte sich der Gastgeber Chile durch ein 1:0 gegen Jugoslawien.
Obwohl der Spitzenspieler des amtierenden Weltmeisters Brasilien, Pele, nach
einer Verletzung im Vorrundenspiel gegen die CSSR für den Rest der WM nicht mehr
einsatzfähig war, gewann Brasilien dann auch das Finale gegen die CSSR mit 3:1
und wurde nach Uruguay und Italien dritter zweimaliger Weltmeister.
(c) Fotos: picture alliance / dpa
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