Fussball WM 2006 in Deutschland

„Die Welt zu Gast bei Freunden“ – so lautete das treffliche Motto der Fussball WM-Endrunde 2006 in Deutschland. Der Name war Programm, das Land und seine Leute erwiesen sich als exzellente Gastgeber und erschufen ein neues, positives Bild des Deutschen im Ausland. In sportlicher Hinsicht verteilte die DFB-Auswahl jedoch keine Geschenke. Lehmann, Lahm, Klose & Co sicherten sich gegen das Team der Portugiesen einen vortrefflichen und vorher kaum für möglich gehaltenen dritten Platz und sorgten zumindest für ein kleines Happy End im deutschen „Sommermärchen“. Was wäre wohl gewesen, wenn man im Halbfinale gegen die Italiener nicht in den letzten Minuten noch zwei Tore kassiert hätte? Eine Schande war es indes nicht, gegen die Azzurri auszuscheiden. Gegen Materazzi, Grosso und Kollegen gab es bei dieser Endrunde kaum ein Vorbeikommen.

Im Finale des Turniers bekamen dies auch die Franzosen zu spüren, die zuvor sensationell die Samba-Kicker aus Brasilien ausgeschaltet hatten. Allerdings bedurfte es schon einer roten Karte gegen Super-Star Zinedine Zidane, der bei seinem letzten WM-Turnier noch einmal sein großartiges Können aber auch seine Unbeherrschtheit aufblitzen ließ, um den etwas glücklichen aber keineswegs unverdienten Titelgewinn sicherzustellen. Im gesamten Turnierverlauf hatte die „Sqadra Azzura“ lediglich einen Gegentreffer aus dem Spiel heraus hinnehmen müssen – weltmeisterlich !

Weitere positive Akzente setzen die offensiv auftrumpfenden Australier, die mit viel Pech ausgeschiedenen „Elefanten“ aus der Elfenbeinküste und auch die Exoten aus Trinidad und Tobago, die den Schweden zum Turnierauftakt ein 0:0 abtrotzten.